Fabian Schwingenschlögl: „Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl am Startblock zu stehen und einfach alles für das Team geben zu wollen.“

30.05.2018
National Champion und Neuzugang im Scholarbookteam Fabian Schwingenschlögl im Interview über seine Erfahrungen in den USA, die kleinen Unterschiede zum deutschen Sport während des Studiums, sowie den wichtigen Erkenntnissen, die er in den USA gesammelt hat.

1. Wie waren deine ersten Wochen alleine in den USA? Wie wurdest du vom Team und von den Coaches aufgenommen?
Die ersten Wochen waren unproblematischer als gedacht, da das Team und die Coaches einen mit offenen Armen aufnehmen. Es wird auch keine Scheu gezeigt und man wird sofort integriert. Es ist als wenn man Teil einer zweiten Familie wird.

2. Was waren deine größten Befürchtungen?
In meinem Fall war die Sprache und Verständigung meine größte Befürchtung. Letztendlich war es überhaupt kein Problem, da mir manche Sachen auch zweimal oder sogar in Einzelgesprächen erklärt wurden. Meine Coaches und Teammates waren immer sehr verständnisvoll und hilfsbereit, wenn ich irgendetwas nicht verstanden hatte. Das Ganze hat sich aber auch nach ein paar Wochen gelegt, da man sich unglaublich schnell an die Sprache gewöhnt, sodass ich gar keine Probleme mehr hatte.

3. Du hattest vorher in Deutschland studiert. Was ist der Unterschied zu den USA?
Als Erstes die Abstimmung von Training und Studium. Den Unis ist es auch sehr wichtig, dass wir Studenten sind und unsere Schule ernst nehmen – meine Coaches sagten oft „it’s called ‚student-athletes’ because you’re students first and an athlete second.“ Die Professoren, die ich in Deutschland hatte, waren im Gegensatz zu denen in den USA nicht wirklich an meinem Einsatz im Sport interessiert. Das fand ich in den USA bemerkenswert, dass die meisten sehr gut Bescheid wussten über mein Team und die Wettkämpfe.

4. Was waren deine größten Highlights? An was wirst du dich für immer erinnern?
Ich werde mich auf jeden Fall an meine Teamkollegen und die eigentliche Teamdynamik erinnern. Das andere ist mein NCAA National Titel, mit dem ich meinem Team so gut wie es ging helfen konnte. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl am Startblock zu stehen und einfach alles für das Team geben zu wollen.

5. Wie hat es dich auf den Rest deiner Schwimmkarriere bzw. Deines Lebens vorbereitet?
Das Leben als „student-athlete“ gab mir die Fähigkeit meine Zeit effizient einzuteilen und meinen Fokus auf die Dinge zu richten, die im Moment wichtig sind. Ich denke, dass es neben der fließenden englischen Sprache mich sehr gut auf das spätere Leben vorbereitet hat. Was das Schwimmen angeht habe ich gelernt, mich im Training mehr zu pushen, beim Wettkampf lockerer zu sein und bei beidem Spaß zu haben.

Sponsoren 2018 Scholarbook - Sportstipendien in den USA MyrthaPools VENEX - Regeneration for you AMEO Powerbreather picture alliance arena finis adidas HEAD DFT SPORTS IBERIA SPORTS